Pfarreiengemeinschaft Füssen
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Heiliger Magnus

Der heilige Magnus hieß eigentlich Maginold und wurde erst später aufgrund seiner Wundertaten auch "der Große" (lat. Magnus) genannt. Er wird heute besonders als der Patron des Allgäus und der Städte Füssen und Kempten verehrt.

Geboren wurde Magnus, der im Allgäu auch Mang genannt wird, um 677 oder um 699, vermutlich bei St. Gallen in der Schweiz. Er lebte dort wohl zunächst mit anderen Einsiedlern zusammen am Grab des heiligen Gallus.

Später missionierte er – wahrscheinlich im Auftrag des Augsburger Bischofs Wikterp –  zusammen mit einigen Gefährten im Ostallgäu, in Kempten und in Waltenhofen, und ließ sich schließlich am Ufer des Lechs in Füssen nieder. Dort lebte er über 25 Jahre lang als Missionar und Seelsorger und sogar die Möglichkeit der Erzgewinnung soll er den Menschen ermöglicht haben.

Seine ursprünglich karge Zelle entwickelte sich im Laufe der Jahre durch einen regen Zulauf und durch Schenkungen zu einer großen klösterlichen Gemeinschaft.

Magnus wurden immer wieder verschiedene Wunder zugeschrieben. So soll er mit seinem Stab, den er auf seinen Reisen dabei hatte, Bären und Schlangen vertrieben haben. Der Legende nach besiegte er damit sogar einen Drachen, der sich ihm in den Weg stellte.

Am 6. September im Jahr 750 oder 772, jedenfalls an einem Sonntag, starb Magnus in Füssen im Allgäu.

Aufgrund der großen Verehrung dieses Missionars im Allgäu ließ um das Jahr 845 der Augsburger Bischof Lanto mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs den Leib des Magnus, der bis dahin in der Klosterkirche begraben war, erheben und in der Krypta einer neu gebauten Kapelle in Füssen beisetzen. An dieser Stelle steht heute die Kirche St. Mang, die allerdings keine Reliquien mehr beherbergt.

Durch diese Erhebung seiner Gebeine wurde Magnus der Rang eines Heiligen zuerkannt. Reliquien des Heiligen wurden später auch nach Lorsch und nach St. Gallen übertragen. Sein Leichnam jedoch scheint um 950 abhanden gekommen zu sein. Sämtliche unternommenen Versuche, seine Grabstätte oder seine Gebeine aufzufinden, sind bisher erfolglos geblieben.

Darstellung des Hl. Magnus als Missionar. Mit seinem Wander-Stab tötet er einen Drachen (Sinnbild für das Böse).