Luitpoldstraße 20
87629 Füssen

Kirchenchor und -Orchester beim Festival in Südamerika
Musik kennt keine Grenzen – Bienvenidos y adiós Bolivia!
Was für ein vielfältiges, wunderschönes Land, was für liebenswerte, gastfreundlicheMenschen, was für Bilder und Eindrücke, was für ein Abenteuer!
Die Reise nach Bolivien wird uns 15 Sänger*innen und Instrumentalist*innen aus dem Allgäu und dem Außerfern noch lange in Erinnerung bleiben. Helene von Rechenberg, die Leiterin des Kirchenchores von St. Mang in Füssen hat diese Reise geplant und möglich gemacht.
Über München und Madrid ging es am 15.04.2026 nach Santa Cruz, für die meisten von uns war es der erste Flug über den Atlantik in eine fremde Welt. Von Gastfamilien liebevoll aufgenommen standen in den ersten Tagen mehrere Konzerte mit dem befreundeten bolivianischen Chor ArteCanto auf unserem Programm. Dafür fuhren wir ins Tiefland der Chiquitanía im Südosten von Bolivien, wo im 18. Jahrhundert Jesuiten Missionsstationen aufgebaut und der inidigenen Bevölkerung Bildung und Schutz vor Sklavenjägern geboten hatten. Die damals errichteten, reich verzierten Holzkirchen zählen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Uns dienten sie als wunderbare Aufführungsorte für Werke im barocken Stil, die genau dort entstanden waren. Das war schon ein besonderes und unvergessliches Highlight, bolivianische Barockmusik am Ort ihrer Entstehung zusammen mit bolivianischen Freunden erklingen zu lassen.
Die zweite Woche unseres Aufenthaltes widmeten wir der Erkundung einiger bedeutender Orte und Sehenswürdigkeiten im zentralen Hochland und im Südwesten von Bolivien: der archäologischen Stätte „El fuerte de Samaipata“, dem Amboró-Nationalpark, der im spanischen Kolonialstil erbauten konstitutionellen Hauptstadt Sucre, der aufgrund des Silbervorkommens einst größten Stadt Amerikas Potosí (die übrigens auch einmal die reichste Stadt der Welt war), dem Salzsee „Salar de Uyuni“ und der endlosen Halbwüste mit ihren farbenprächtigen Flamingo-Lagunen, mannshohen Kakteen und bizarren Felsformationen. Dass wir von Santa Cruz bis Uyuni einen Höhenunterschied von über 4000 Metern zu bewältigen hatten, die Luft immer dünner und die Temperaturen immer eisiger wurden, spürten unsere Körper sehr deutlich, unsere gute Laune ließ sich aber nicht beirren.
Zurück in Santa Cruz am 1. Mai, überraschten uns unsere Gastfamilien mit einem ausgelassenen Abschiedsfest samt hausgemachter Torte und fröhlichem Tanz, was uns unsere Erschöpfung schnell vergessen ließ.
„Nos vemos pronto, lo prometo“- „Bis bald – versprochen!“ So hoffen wir alle auf ein Wiedersehen mit unseren bolivianischen Freunden bei einem neuen musikalischen Projekt.
Für alle, die an einem ausführlichen Reisbericht samt Diashow interessiert sind, findet am Sonntag, 5.7.2026 im Pfarrheim St. Gabriel in der Geigenbauerstr. 13 um 19.30 Uhr nach dem Abendgottesdienst ein Vortrag über unsere Bolivienreise statt. Alle sind herzlich willkommen!