Pfarreiengemeinschaft Füssen
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Dorferneuerung rund um die Kirche

Dorferneuerung in Weißensee

In den letzten Wochen wurden der Kirchenverwaltung Weißensee und mir als Pfarrer große Vorwürfe gemacht, dass wir hinsichtlich des Projektes Dorferneuerung einen unüberlegten Kahlschlag machen und die Natur missachten.

Die Kirchenverwaltung hat bereits vor ca. acht Jahren eine Dorferneuerung angeregt, um das Umfeld um Kirche, Friedhof, Pfarrhof und Magnushaus als Ensemble und Einheit zu gestalten und so eine Mitte für Weißensee - einem Flächendorf - zu schaffen, die zur Begegnung und zum Verweilen einlädt.

Für die Planungen haben wir Herrn Wintergerst gewinnen können, der bereits viele solcher Projekte geplant und umgesetzt hat. Wir erlebten ihn stets als kompetenten und weitsichtigen Gestalter, der viele Ideen lieferte, die unserem Anliegen Rechnung trugen.

Bis heute haben wir mit der Stadt Füssen, dem Landkreis und dem Amt für ländliche Entwicklung im Einvernehmen zusammengearbeitet und alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen, für Einwohner und Besucher ein Kleinod entstehen zu lassen. Sind doch gerade auch Kirche und Pfarrhof ein Identifikationsmerkmal für Weißensee!

Folgende Maßnahmen finden in diesem Projekt Umsetzung:

  • Erneuerung der Treppe mit Zugang zur Kirche und zum Friedhof
  • Neugestaltung des „Vorgartens“ zum Pfarrhof und Verlegung des Fuß- und Radwegs zur Entschleunigung der Fahrradfahrer
  • Granitbrunnen und Sitzbänke
  • Bau eines kleinen Pfarrstadels als Lager
  • Erneuerung der Zufahrt zum Parkplatz

Die Planung sieht auch vor, dass wir eine Streuobstwiese anpflanzen, die Insekten und Vögeln Nahrung und Schutz bietet. Zudem werden wieder neue Bäume gepflanzt, die das Ensemble zieren und einen Lebensraum für Mensch und Tier garantieren. Die wichtigsten Maßnahmen sind im Übersichtsplan (s. rechts) dargestellt.

Im Vorfeld wurden die Naturschutzbehörde des Landkreises sowie der Fledermausbeauftragte eingeschaltet, um uns im naturverträglichen Rahmen zu bewegen. Wir erhielten jeweils grünes Licht. Zudem luden wir in den letzten Jahren zu zwei Informationsveranstaltungen ein, wo wir auf das Vorhaben hinwiesen und die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, ihre Ideen oder Einwände einzubringen.

Bei den Fällarbeiten hat sich unsere Befürchtung bestätigt, dass die Kronen der Kastanien bereits teilweise morsch waren. Eine der Kastanien war im Stammholz innen hohl; bei den Fällarbeiten ist aufgestautes Wasser ausgetreten. Als Verantwortliche haben wir für die Verkehrssicherheit zu sorgen und würden in Schadensfällen persönlich haften.

Auch wenn wir in den nächsten Monaten mit Behinderungen und Baustellen rechnen müssen, können wir uns freuen, dass etwas Neues entsteht und das Wahrzeichen von Weißensee noch mehr hervorgehoben wird.

Frank Deuring, Pfarrer und Fini Kotz, Kirchenpflegerin